Sprach­scha­blonen

Viele Autoren benutzen gerne Sprach­scha­blonen, weil diese geläu­figen Voka­beln angeb­lich Wahr­heiten verkünden und an vorhan­dene Gedanken ankop­peln. Tatsäch­lich sind solche Ausdrücke weder origi­nell noch inhalts­reich oder dyna­misch. Solange der ein oder andere Jour­na­list mit Sprach­scha­blonen ledig­lich Zeilen schindet, richtet er

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Zusätze

Meldungen, Berichte und andere Artikel zur Infor­ma­ti­ons­ver­mitt­lung folgen dem »Prinzip der umge­kehrten Pyra­mide« und beant­worten die klas­si­schen W-Fragen. Aller­dings landen all die bedeu­tenden und etwas weniger bedeu­tenden Fakten erst gar nicht bei den Lesern, wenn die Darstel­lung lang­weilig oder gar

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Kommentar

Der Kommentar ist ein jour­na­lis­ti­scher Meinungs­bei­trag zu einem bestimmten Thema. Damit die Leserin und der Leser die Meinungen und Erfah­rungen in der mitunter komplexen Analyse der Sach­ver­halte nach­voll­ziehen kann, sollte der Autor kurze Sätze schreiben: Eine Anein­an­der­rei­hung von Haupt­sätzen ohne

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Greif­bar­keit

Oft kleben kurze Wörter im Gedächtnis der Lese­rinnen und Leser: Knappe, greif­bare Begriffe sind leichter als viele beliebte Wortun­ge­heuer zu verstehen. Zum Beispiel vermit­telt »Qualm« ein Bild, während »Rauch­ent­wick­lung« büro­kra­tisch klingt und die Vorstel­lungs­kraft austrocknet. Durch nichts­sa­gende Ausdrücke wird ein

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Zahlen

Zahlen verwan­deln sich in Buch­staben: Bitte schreiben Sie eins bis zwölf aus. Ab 13 beherr­schen die Ziffern den jour­na­lis­ti­schen Text: »Im Rosen­mon­tagszug in Köln marschierten insge­samt 90 Clowns.« Abwei­chungen von dieser Regel sind möglich, wenn Zahlen nur unge­fähr eine Größen­ord­nung

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